„Filme machen stark. Erfahrungsräume gestalten – Mehrwerte schaffen“ war das diesjährige Motto der BJF-Jahrestagung. Wie schafft man es Kinder und Jugendliche für Filme zu begeistern? Wie können sie Medien nicht nur konsumieren, sondern sich über sie austauschen, durch sie lernen und auch einmal selbst zur Kamera greifen? Es ging viel um Partizipation – darum, Kinder und Jugendliche auch schon direkt bei der Konzeption von Medienprojekten mit einzubeziehen. Denn wem nützt es, wenn ein Jugendkino leer bleibt, weil dort Filme laufen, die sie nicht interessieren?
Viele anregende Projekte wurden vorgestellt, die besondere Zielgruppen abholen wie z.B. ein medienpädagogisches Projekt mit Flüchtlingen auf St. Pauli bei dem unter der Leitung von Gesa Becher der Kurzfilm „Beeman“  entstanden ist. Eine Kinocrew aus Uslar belebt die Kulturszene auf dem Land mit Kino an ungewohnten Orten. In Düsseldorf entdecken Mädchen ihre filmischen Talente unterstützt vom Landesverband Rheinland und in Nürnberg organisieren Kinder ihr eigenes Kinderfilmfestival („Little Big Film“).
Außerdem wurde die Frage diskutiert, ob das Kino noch das Verbreitungsmedium des 21. Jahrhunderts ist oder wenn nicht, welche Chancen die technischen Möglichkeiten bieten heute Kinder und Jugendliche zu erreichen. Eine Sache blieb allerdings unumstritten: Medien machen stark und dieses Potential weiter zu entfalten, bleibt eine spannende Aufgabe.