18 BILDER/SEK war die erste lange 18frames-Produktion. Der Film, der gänzlich ohne Drehbuch entstand, erhielt beim Neissefilmfest 2010 den “Sonderpreis der Jury” und wurde beim Portobello Filmfestival, dem größten Independentfestival Europas, in der Kategorie “Bester ausländischer Film” nominiert.

Synposis

Andreas ist still geworden – genau wie die Nacht, durch die er schon seit Stunden ziellos fährt. Die nächtliche Mondlandschaft rauscht an ihm vorbei wie in einem Film. Die alte Super8-Kamera auf dem Beifahrersitz ist die einzige Verbindung zu einem Leben, das ihn zwar funktionieren, aber schon lange nichts mehr fühlen ließ. Er greift zur Kamera seines Großvaters. Ihm ist es, als könne er so mit ihm reden. Für den Bruchteil einer achtzehntel Sekunde sieht er die Welt, wie Opa sie gesehen hat. Ausgerechnet in diesem Moment trifft er auf einen Menschen, der scheinbar die gleiche innere Leere verspürt. Schon bald hat Andreas in dem jungen Mann, der seinen Namen nicht nennen will, einen Weggefährten gefunden. Sie begeben sich auf eine Reise durch das Land, das ihre Heimat sein soll. Wohin? Das wissen sie selbst nicht so genau. Aber sie genießen zu wissen, nicht allein zu sein. Sie bemerken schnell, dass sie mit Hilfe der Kamera ihr Inneres nach außen kehren können – ohne darüber zu sprechen oder sich erklären zu müssen. Sie filmen alles, was sie bewegt: wechselnde Landschaften und Gesichter, das Fremde und das Bekannte – die kleinen Geschichten, die sie am Straßenrand erleben. Alles mit 18 Bildern pro Sekunde, in Schwarzweiß, auf 15-Meter-Spulen. Bald fangen die jungen Männer an, ihre kleinen Filme selbst zu entwickeln und in den Orten, in denen sie vorbeikommen, zu zeigen. Ihr Publikum sind Menschen, die gerade da sind, und somit selbst Teil des Films werden: Ein Film über Freundschaft, die Suche nach sich selbst, das Surren einer Kamera, das Rattern eines Projektors und das Gefühl, genau das Richtige zu tun. Ein Film, der zeigt, dass man glücklich werden kann. Einfach so – ohne dass einen der Blitz treffen oder man irgendwas Besonderes erleben muss.

Neisse Filmfest 2010 – Sonderpreis der Jury
Portobello Filmfestival London 2010 – Nominierung Bester ausländischer Film

Produktionsnotizen

Eine Crew, bestehend aus sechs jungen Filmemachern und zwei Schauspielern, begab sich auf eine Reise, ohne genau zu wissen, wo und wie sie endet – genau wie bei den beiden Figuren in unserem Film. Auch unser Motor wurde von der Leidenschaft angetrieben einen Film zu machen. Und so wurden 18 BILDER/SEK zu einem Spiegelbild unserer eigenen filmischen Suche. Dabei ließen wir die beiden Schauspieler im Raum der Wirklichkeit agieren – alle Menschen, jede Begegnung, jeder Ort ist echt. Es gab weder ein Drehbuch noch ein bewusstes Ende, auf das man zusteuerte. Die Szenen wurden direkt vor Ort entwickelt oder entstanden gänzlich improvisiert. Man schlief nachts im Auto und entwickelte die Super8-Filme im Wohnwagen. Eine filmische Suche gebannt auf 8mm Schwarzweiß-Film und auf HD-Video, eine Symbiose die unsere Sicht auf die “digitale Revolution” zeigt.

Mit Alexander Frank Zieglarski und Finn Nepomuc von Kornmann
Regie Tobias Greber
Kamera Christoph Böske
Technische Leitung Michael Grädler
Ton Sönke Strohkark
Requisite Ina Ihnken
Schnitt und Color Grading Felix Martens
Compositing Lene Honigschmid
Tonschnitt und Sounddesign Lutz Esselmann
ADR Phillip Feit
Musik Ralf Lippmann  Phillip Feit
Mischung Dominik Oppon
Casting Martin Kloss und Marcel Stieber und Julien Diebel
Regieassistenz Sarah Schütz